Homöopathie: eine wissenschaftlich fundierte Medizin

 

Seit geraumer Zeit sieht sich die Klassische Homöopathie einer verschärften medialen Kritik gegenüber. Häufigstes Argument: Homöopathie könne nicht wirken, weil die Arzneien keinen Wirkstoff enthalten. Die Wirksamkeit sei wissenschaftlich nicht nachgewiesen.

 

Ich möchte Ihnen gerne in den folgenden Zeilen den polemischen Charakter dieser Kritik aufzeigen, die sich mit dem Begriff der "Wissenschaftlichkeit" zu Unrecht schmückt.

 

Die derzeit formulierte Kritik an der Homöopathie ist meistens selbst unwissenschaftlich!

 

Die Quelle einer jeden wissenschaftlichen Erkenntnis sind Neugier, Unvoreingenommenheit und die Fähigkeit zum Staunen. Ohne diese Tugenden eines Wissenschaftlers lebte die Menschheit immer noch in der Steinzeit! Ohne Neugier hätte beispielsweise Kopernikus keine astronomischen Forschungen angestellt, sondern sich mit dem begnügt, was man schon wusste bzw. zu wissen glaubte. Ohne Unvoreingenommenheit und die Fähigkeit zum Staunen hätte er seine Himmels-Beobachtungen womöglich beiseite gestellt: die Erde keine Scheibe? Unmöglich, alle sagen doch was anderes. Die Erde eine Kugel? das widersprach allem, was man bisher als gesichertes Wissen annahm.

 

Gott sei Dank war Kopernikus ein wahrer Wissenschaftler. Denn genau das ist Wissenschaft: durch neue Beobachtungen und Entdeckungen bisher Gewusstes als Irrtum oder Unvollständig entlarven. Und zwar auch dann, wenn sich die neu gemachte Beobachtung zunächst nicht erklären lässt! Ein Wissenschaftler wird auch dann nicht sagen: kann nicht sein, ich wüsste nicht, wie das gehen sollte. Sondern er wird seine Beobachtungen und Berechnungen wieder und wieder überprüfen und durchgehen, bis er sich dessen, was er beobachtet hat, sicher ist. Nun wird er seine Kollegen informieren, und diese bestätigen seine Beobachtungen oder nicht. Dann machen sich Wissenschaftler daran herauszufinden, wie das beobachtete Phänomen zustande kommt und funktioniert.

 

Kein ernstzunehmender Wissenschaftler würde fordern, die gemachten Beobachtungen so lange nicht als real anzusehen, bis sie erklärt werden können. Stellen Sie sich nur einmal vor, Sie würden Gravitation nicht als real ansehen, bis ihre Gesetzmäßigkeiten vollständig geklärt sind und Sie würden darauf bestehen, Ihre Kaffeetasse in der Luft abstellen zu können!

 

Genauso töricht ist die derzeitige Argumentation gegen die Homöopathie! Ja, es stimmt: in den Arzneien befindet sich ab den Potenzen D24, C12 oder LM 2 kein Wirkstoff mehr. Der Wirkmechanismus der Arzneien ist nicht bekannt. Aber wenn Sie sich mit der Geschichte der Homöopathie ernsthaft auseinandersetzen stellen Sie fest: Die Forschungsergebnisse Hahnemanns wurden von ihm mit einer enormen Akribie wieder und wieder und wieder überprüft. Er brachte sein ganzes Leben mit der Entwicklung der homöopathischen Medizin zu. Ein Meilenstein wissenschaftlicher Arbeit! Die Ärzte des 18. Jahrhunderts, die Hahnemanns Lehre in der Praxis überprüften, taten dies ebenso genau. Als verantwortungsvolle Ärzte übernahmen sie die Homöopathie weitestgehend, weil sie hervorragende Ergebnisse lieferte.

 

Die Homöopathie erlebte im 19. Jahrhundert eine enorme Blütezeit und verbreitete sich fast über den ganzen Globus bis in die USA, wo man Homöopathie an Colleges studierte und in den angeschlossenen homöopathischen Universitätskliniken am vollen Spektrum der Krankheiten einschließlich der Notfälle praktisch anwandte. Auch nach Indien verbreitete sie sich in der gleichen Weise, noch heute eine große Homöopathie-Nation. Viele Generationen von Ärzten und Patienten kamen zu dem gleichen Ergebnis wie zigtausende Therapeuten und Millionen Patienten heute: die Homöopathie wirkt! Der Wirksamkeitsnachweis ist längst erbracht! Nur den Mechanismus, WIE physisch wirkstofffreie Arzneien das tun, kennen wir noch nicht. Wie sinnlos wäre es jedoch, den Segen der Homöopathie der Menschheit deswegen vorzuenthalten.

 

Nur wem es an Neugier, Unvoreingenommenheit und Fähigkeit zum Staunen mangelt ist wohl in der Lage, Millionen Zeugen dieser Geschichte entgegenzuhalten: kann nicht sein, denn es ist nichts drin. Alles Einbildung. Das ist von der Meinungsfreiheit gedeckt. Aber es ist eines definitiv nicht: wissenschaftlich. Denn mit einer solchen Art von Wissenschaft lebte die Menschheit heute noch auf einer Scheibe.

 

Ein Problem muss trotz allem angesprochen werden: jeder, der sich dazu berufen fühlt und eine Therapieerlaubnis als Arzt oder Heilpraktiker besitzt, kann behaupten, Homöopathie zu betreiben. Einen einheitlichen Qualitätsstandard in der Ausbildung und Praxis gibt es nicht. Die Verbände haben damit begonnen, diese zu entwickeln. Ich habe mich für das "Zentrale Therapeutenregister" der Qualitätskonferenz des BKHD e.V. qualifiziert. Bis zu einem einheitlichen, verbindlichen Standard für alle ist es noch ein bisschen Weg. Ich hoffe, Ihnen bald auch diesbezüglich positive Nachrichten geben zu können.

 

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