Zur aktuellen Homöopathiekritik

 

Seit geraumer Zeit sieht sich die Klassische Homöopathie einer verschärften medialen Kritik gegenüber. Häufigstes Argument: Homöopathie könne nicht wirken, weil die Arzneien keinen Wirkstoff enthalten. Die Wirksamkeit sei wissenschaftlich nicht nachgewiesen. Dazu möchte ich in der gebotenen Kürze sagen:

 

1. Homöopathie wirkt nachweislich

 

Die wie oben argumentierenden Kritiker verwechseln Wirkung mit Wirkmechanismus. Der Wirkmechanismus hochverdünnter Arzneien konnte bisher nicht belegt werden. Die Tatsache der Wirkung an sich wird jeden Tag millionenfach in den Praxen erbracht.

 

2. Die derzeit formulierte Kritik an der Homöopathie ist teilweise selbst unwissenschaftlich!

 

Da Menschen irren können und Wissenschafler Menschen sind, irren sich Wissenschaftler. Daher sind das Bezweifeln des bisher Gewussten sowie die Unvoreingenommenheit gegenüber Beobachtungen, die bisher Gewusstes in Frage stellen die höchsten Tugenden eines Naturwissenschaftlers und geradezu die Voraussetzung für wissenschaftlichen Fortschritt. Sonst bleibt die Erde eine Scheibe.

 

Wenn nun ein Phänomen zu beobachten ist wie das Wirken einer hochverdünnten Arznei, ist es "unwissenschaftlich", diese Beobachtung von vorneherein abzulehnen. Ein wissenschaftlicher Umgang mit dem Phänomen wäre, es vorurteilsfrei experimentell zu untersuchen.

 

Das Phänomen der Wirksamkeit der Homöopathie wird täglich millionenfach bestätigt. Laut WHO ist die Homöopathie nach der Schulmedizin die am zweithäufigsten praktizierte Therapiemethode weltweit. Es macht daher wenig Sinn, all diesen Menschen, seien es Therapeuten oder Patienten, zu unterstellen, sie bildeten sich etwas ein.

 

Der experimentelle Nachweis eines Wirkmechanismus kann manchmal eine lange Zeit brauchen. Immerhin haben die Menschen bspw. schon viele Jahrtausende mit der Schwerkraft gelebt, ohne zu verstehen, WIE der Mechanismus ist. Kein Mensch wäre jedoch auf die Idee gekommen, das Phänomen der Gravitation zu bestreiten. Wenden wir also weiterhin die Homöopathie zum Segen und Wohle der Menschheit an. Wir dürfen gespannt sein, wie der experimentelle Nachweis des Wirkmechanismus aussieht.

 

Nach wissenschaftlichen Grundsätzen gilt übrigens selbst dann, wenn ein experimenteller Nachweis zunächst nicht gelingt, die Grundannahme (Theorie), das hochverdünnte Arzneien gegen Krankheiten wirken, noch nicht als widerlegt. Vielmehr ist es eine oft gemachte Erfahrung, dass einzelne experimentelle Fehlschläge mit zunehmender Forschung und Erkenntnisgewinn erklärbar werden, ohne die Theorie zu widerlegen.

 

Qualitätssicherung

Ein Problem muss trotz allem angesprochen werden: jeder, der sich dazu berufen fühlt und eine Therapieerlaubnis als Arzt oder Heilpraktiker besitzt, kann behaupten, Homöopathie zu betreiben. Einen einheitlichen Qualitätsstandard in der Ausbildung und Praxis gibt es nicht. Die Verbände haben damit begonnen, diese zu entwickeln. Ich habe mich für das "Zentrale Therapeutenregister" der Qualitätskonferenz des BKHD e.V. qualifiziert. Bis zu einem einheitlichen, verbindlichen Standard für alle ist es noch ein bisschen Weg. Ich hoffe, Ihnen bald auch diesbezüglich positive Nachrichten geben zu können.

 

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